5. Jugend-Kulturen-Fest (2007)

Mut gehört schon dazu, vor einem gut gefüllten Saal auf der Bühne zu stehen und zu singen. Und so war Kristina, die erste Sängerin beim fünften Jugend-Kulturen-Fest auf dem Berg, nicht unbedingt zu beneiden. Aber ruhig, sympathisch und gelassen, sang sie ihre Lieder – und bekam vom Publikum im Bürgerhaus Emmertsgrund großen Applaus.

“We are all stars” war das Motto des fünfstündigen Mammutprogramms beim Fest der beiden Bergstadtteile Boxberg und Emmertsgrund, und es freute die Organisatoren, dass sich so viele junge Gruppen gemeldet hatten. “Schön ist auf alle Fälle die Mischung zwischen denen, die schon öfter dabei waren und den Neulingen”, sagte Ingo Smolka vom Jugendzentrum Holzwurm, der die Veranstaltung zusammen mit Griseldis Kumm vom IB- Treff – und natürlich vielen freiwilligen Helfern – auf die Beine gestellt hatte, Dafina etwa, eine junge Sängerin aus dem Kosovo, war schon ein paar Mal dabei. Sie schreibt ihre Lieder selbst, singt das, was ihre Altersgenossen fühlen, was sie bewegt. Mit “Wo ist meine Heimat?” spricht sie viele im Publikum an, macht deutlich, dass sich diese Frage nicht so einfach beantworten lässt. Überhaupt wurde musikalisch ein breites Spektrum abgedeckt: von der Heavy Metal-Formation Siock Siko bis zu den Rappern von Pyton & Atilla, RNC und Freiheit. Sie alle kommen vom “Berg”, das drückt sich auch in den Texten aus. Die “126”, die letzten drei Ziffern der Postleitzahl der Stadtteile, kommt des Öfteren vor.

Nicht mehr wegzudenken aus dem Programm ist auch der Budo-Club Emmertsgrund/Boxberg, der unter Leitung von Ulrich Sudhölter ein faszinierendes Showprogramm zusammengestellt hatte. Für Bewegung auf der Bühne sorgten die beiden Tanzgruppen Oriental Girl, mit Bauchtanz und die Special Skills, die klassische Elemente mit Hip-Hop und Modern Dance verbanden. Die Moderation übernahm das Trio Sobi, Gül und Ferhad. Neben den Darbietungen auf der Bühne gab es wie immer noch ein Rahmenprogramm außerhalb des Saales. So stellte die Jugendfeuerwehr Heidelberg ihre Arbeit anhand von einer Computerpräsentation vor, der Interkulturelle Elternverein war anwesend und es gab einen von der Sparkasse gesponserten Rennsimulator. Zum ersten Mal beim Jugend-Kulturen-Fest hatte die Zweigstelle der Stadtbücherei geöffnet und bot zahlreiche Vergünstigungen, wie kostenlose DVD -Ausleihe oder eine ermäßigte Aufnahmegebühr. Natürlich war für Essen und Getränke durch die Waldparkschule gesorgt, die diesen Part schon traditionell Jahr für Jahr übernimmt. Die Bedeutung der Veranstaltung unterstrich auch Oberbürgermeister Eckart Würzner bei seiner Visite.

Ein großer Dank ging auch an die Sponsoren, ohne die die Veranstaltung nicht zu finanzieren wäre: Das Kulturamt der Stadt, der Verein SicherHeid, Heidelberger Cement und der Migrationsrat.

Die Rapper von Freiheit kamen und das Publikum im Bürgerhaus war begeistert.

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