Heidelberger Jugendgemeinderat

Mit einer außergewöhnlich hohen Wahlbeteiligung ist am Samstag die erste Heidelberger Jugendgemeinderatswahl zu Ende gegangen. 5.787 Schülerinnen und Schüler, das sind 52,4 Prozent der Wahlberechtigten, gingen an die Urnen. Mit 15 gewählten Mädchen und jungen Frauen sowie 15 jungen Männern im Alter von 14 bis 19 Jahren ist das Geschlechterverhältnis im ersten Heidelberger Jugendgemeinderat ebenfalls außergewöhnlich ausgewogen. 72 Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich um 30 Sitze beworben.

“Durch die hohe Wahlbeteiligung haben die Heidelberger Schüler/innen eindrucksvoll gezeigt, wie sehr sie hinter ihrem Jugendgemeinderat stehen”, kommentierte Oberbürgermeisterin Beate Weber. “Über diese starke Resonanz freue ich mich sehr und gratuliere den gewählten Kandidatinnen und Kandidaten herzlich! Besonders erfreulich finde ich, dass so viele Mädchen und junge Frauen gewählt wurden – im Jugendgemeinderat scheint die Gleichstellung also bereits bestens zu funktionieren”, so die Oberbürgermeisterin weiter. Sie dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, insbesondere des Kinder- und Jugendamtes, und den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern aus den Schulen für ihren großen Einsatz bei der Durchführung der Wahl.

“Ein ähnlich gutes Ergebnis ist uns aus keiner anderen Stadt in vergleichbarer Größenordnung bekannt”, freuten sich der Vorsitzende der Wahlkommission Hans-Ulrich Nollek und Wahlleiter Albrecht Mentz von der städtischen Kinder- und Jugendförderung mit Blick auf die hohe Wahlbeteiligung. Grund dafür sei das erfolgreiche Teamwork von Schulen, Jugendrat und Stadtverwaltung. Oberbürgermeisterin Beate Weber und Bürgermeister Dr. Joachim Gerner hatten sich gemeinsam mit Vertretern des Heidelberger Jugendrates und der Gemeinderatsfraktionen im Vorfeld der Wahl dafür stark gemacht und Rektoren und Lehrer als Multiplikatoren für die Wahl gewonnen, um die Schülerinnen und Schüler zu mobilisieren. “Dass das Interesse der Schüler am Ende so groß war, liegt nicht zuletzt daran, dass die Wahl vielerorts Teil des Unterrichts wurde”, erklärt Nollek. Während in den Gymnasien, Real-, Haupt- und Förderschulen eine Wahlbeteiligung von teilweise weit über 70 Prozent erreichtwurde, waren es selbst bei den Berufsschulen noch knapp 30 Prozent – ein erstaunlich hoher Prozentsatz, zumal die meisten Berufsschüler ihren Lebensmittelpunkt nicht ausschließlich in Heidelberg haben.

Der erste Heidelberger Jugendgemeinderat hat 30 Mitglieder. Gewählt wurden:

  • für die Gymnasien: Hannah Eberle, Lucas Guttenberg, Franziska Hildebrandt, Tim Kalkhof, Eva Kull, Valeska Ober-Jung, Jacob Romer, Luisa Roßnagel, Maike Tetz und Alexander Varghese
  • für die Realschulen: Laura Sonja Baisch, Ahmet Faikoglu, Markus Joachim, Cindy Quinonez, Lisa-Maria Zöller
  • für die Haupt- und Förderschulen: Sonja Arnold, Vanessa Beisel, Manuel Kahl, Kahin Sadegh, Carina Schick
  • für die Berufsschulen und beruflichen Gymnasien: Michail Chijner, Julia Bettina Eberhardt, Patrick Held, Lars Christian Kehrel, Dennis Dominik Klemmer, Martin Knaupp, Susanne Merz, Sascha Neureither, Markus Stahlberg und Jennifer Stein.

Der Jugendgemeinderat löst den bisherigen Jugendrat ab. Seine Mitgliedersind in vier gemeinderätlichen Ausschüssen vertreten und haben Rederecht im Gemeinderat. Die konstituierende Sitzung des Jugendgemeinderates findet am 25. Januar 2006 statt.